Wir sind ecologie suisse. Für uns ist Ökonomie kein Zahlenspiel, sondern eine Lehre von Folgen. Wachstum ist nur dann sinnvoll, wenn es Früchte trägt: tragfähige Haushalte, Stabilität, Produktivität, intakte Lebensgrundlagen und soziale Fairness. Blattwerk ist schnell, Früchte brauchen Zeit. Darum fragen wir nicht zuerst, wie viel, sondern was daraus entsteht und wer den Preis bezahlt.
Wertschöpfung entsteht, wenn Arbeit, Kapital und Wissen etwas hervorbringen, das Menschen wirklich nutzen können.
Produktivität zeigt, ob ein Land Wohlstand durch bessere Prozesse und Technik erhöht, statt nur durch mehr Köpfe und mehr Fläche.
Wachstum meint Zunahme von Produktion und Einkommen. Entscheidend ist, ob es Qualität, Resilienz und Lebensfähigkeit verbessert.
Wohlstand ist materieller Spielraum. Wohlfahrt ist die Fähigkeit, ihn im Alltag zu nutzen, ohne dass Haushalte und Systeme überfordern.
Fläche ist begrenzt. Wenn Nachfrage schneller wächst als Angebot, steigen Preise, Konflikte und Verdrängung. Das ist einfache Knappheit.
Resilienz meint Robustheit bei Energie, Nahrung, Lieferketten, Finanzen und Institutionen. Das ist die Ökonomie der Sicherheit.
Externe Kosten entstehen, wenn Umwelt, Gesundheit oder Infrastruktur belastet werden, ohne dass diese Kosten im Marktpreis erscheinen.
Anreize sind die unsichtbaren Weichen im System. Sie bestimmen, ob Kapital in Produktivität fliesst oder in Spekulation und Umverteilung.
Staatsquote beschreibt, wie viel über Staat und Sozialwerke läuft. Entscheidend ist, ob Leistungen zielgenau sind und Folgekosten vermeiden.
Ökonomie ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug – ein Mittel, um Wohlstand zu schaffen, Chancen zu ermöglichen und Freiheit zu bewahren. Oder wie Milton Friedman es formulierte: „Eine Gesellschaft, die Gleichheit über Freiheit stellt, wird beides verlieren. Eine Gesellschaft, die Freiheit über Gleichheit stellt, wird ein hohes Maß an beidem erreichen.“
Eine zukunftsfähige Ökonomie beschränkt sich daher nicht auf Kennzahlen. Sie stellt Fragen: Wer trägt unser System morgen? Wer schafft Werte? Wer braucht Unterstützung? Sie denkt in Zusammenhängen – und ignoriert weder die demografische Entwicklung noch ökologische Belastungsgrenzen.
Denn: „Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren“ (Ayn Rand). Wer stabile Renten will, muss wissen, wer künftig arbeitet. Wer an Nachhaltigkeit glaubt, muss fragen, was unser heutiges Wachstum kostet. Und wer sozialen Ausgleich fordert, muss sagen, wer ihn langfristig finanziert.
Wir glauben nicht an ideologische Rezepte – weder an blinden Marktglauben noch an planwirtschaftliche Illusionen. Wir glauben an kluge Balance: zwischen Freiheit und Verantwortung, Leistung und Gerechtigkeit, Markt und Mensch. Zukunft entsteht dort, wo Ökonomie, Demografie, Ökologie und Wohlfahrt gemeinsam gedacht werden – sachlich, lösungsorientiert, generationengerecht.
Denn letztlich gilt: „Ökonomie ist das Skelett der Gesellschaft – aber sie allein bringt sie nicht zum Leben.“
Wirtschaft, die nur grösser, aber nicht besser werden will, überhitzt sich selbst. Nachhaltiger Wohlstand braucht Ziel und Qualität – nicht nur Tempo.
Was heute bequem erscheint, wird morgen zur Last. Eine gesunde Ökonomie lebt von Verlässlichkeit – nicht von Verschiebung.
Wenn Regeln Innovation ersticken, verlieren wir Beweglichkeit. Wirtschaft lebt vom Spielraum – nicht vom Formular.
Wenn Finanzmärkte sich von der Realwirtschaft lösen, entsteht eine Scheinwelt. Substanz zählt – nicht Spekulation.
Wirtschaft soll wachsen – aber in die richtige Richtung: ressourcenschonend, stabil und mit echtem Nutzen für Gesellschaft und Standort.
Wer achtsam mit dem Heute umgeht, entlastet das Morgen. Kluges Wirtschaften heisst: Spielräume bewahren, nicht verbrennen.
Mut zur Initiative, verbunden mit Gemeinsinn – das bringt Fortschritt, ohne den Boden zu verlieren.
Produzieren, was trägt – nicht, was nur kurz glänzt. Reale Leistung, echte Innovation und faire Rahmenbedingungen machen Ökonomie zukunftsfähig.