«Ökonomie dient dem menschen, nicht umgekehrt»

Ökonomie – Nachhaltigkeit jenseits der Sonntagsreden

Ökonomie

Wachstum soll an Früchten gemessen werden

Wir sind ecologie suisse. Für uns ist Ökonomie kein Zahlenspiel, sondern eine Lehre von Folgen. Wachstum ist nur dann sinnvoll, wenn es Früchte trägt: tragfähige Haushalte, Stabilität, Produktivität, intakte Lebensgrundlagen und soziale Fairness. Blattwerk ist schnell, Früchte brauchen Zeit. Darum fragen wir nicht zuerst, wie viel, sondern was daraus entsteht und wer den Preis bezahlt.

Wertschöpfung
Nicht Umsatz, sondern echter Beitrag zum Wohlstand
Warum das zählt
Einordnung

Wertschöpfung entsteht, wenn Arbeit, Kapital und Wissen etwas hervorbringen, das Menschen wirklich nutzen können.

Wirkung
  • Trägt Löhne, Steuern und Investitionen langfristig
  • Unterscheidet produktives Wachstum von reinem Drehen im Kreis
  • Zeigt, ob Innovation real ist oder nur Verlagerung von Kosten
Produktivität
Wie viel Leistung pro Stunde und Ressource entsteht
Warum das zählt
Einordnung

Produktivität zeigt, ob ein Land Wohlstand durch bessere Prozesse und Technik erhöht, statt nur durch mehr Köpfe und mehr Fläche.

Wirkung
  • Entscheidet über Lohnniveau, Wettbewerbsfähigkeit und Finanzierung der Wohlfahrt
  • Schützt vor Wachstumszwang, wenn sie steigt
  • Sinkt sie, wächst Druck auf Migration, Boden und Infrastruktur
Wachstum
Mehr ist nicht automatisch besser
Warum das zählt
Einordnung

Wachstum meint Zunahme von Produktion und Einkommen. Entscheidend ist, ob es Qualität, Resilienz und Lebensfähigkeit verbessert.

Wirkung
  • Gutes Wachstum erhöht Produktivität und Lebensqualität
  • Schlechtes Wachstum frisst Boden, treibt Preise und verschiebt Kosten
  • Wachstum ohne Früchte erzeugt Misstrauen und politische Spannung
Wohlstand und Wohlfahrt
Wenn Zahlen steigen, aber Alltag schwerer wird
Warum das zählt
Einordnung

Wohlstand ist materieller Spielraum. Wohlfahrt ist die Fähigkeit, ihn im Alltag zu nutzen, ohne dass Haushalte und Systeme überfordern.

Wirkung
  • Entkoppelt Erfolg von blossen Aggregaten wie BIP
  • Macht sichtbar, ob Kosten bei Mieten, Prämien und Pendeln steigen
  • Lenkt den Blick auf Tragfähigkeit statt auf Rekordmeldungen
Boden und Knappheit
Die härteste Grenze ist Fläche
Warum das zählt
Einordnung

Fläche ist begrenzt. Wenn Nachfrage schneller wächst als Angebot, steigen Preise, Konflikte und Verdrängung. Das ist einfache Knappheit.

Wirkung
  • Treibt Mieten, Bodenpreise und Infrastrukturkosten
  • Verstärkt Ungleichheit und reduziert Durchmischung
  • Macht wachstumsgetriebene Politik schnell politisch explosiv
Resilienz
Ob ein System Schocks aushält, ohne zu brechen
Warum das zählt
Einordnung

Resilienz meint Robustheit bei Energie, Nahrung, Lieferketten, Finanzen und Institutionen. Das ist die Ökonomie der Sicherheit.

Wirkung
  • Reduziert Krisenkosten und soziale Verwerfungen
  • Belohnt Diversifikation statt Monokultur
  • Schützt Wohlstand, wenn Rahmenbedingungen kippen
Externe Kosten
Wenn der Preis woanders bezahlt wird
Warum das zählt
Einordnung

Externe Kosten entstehen, wenn Umwelt, Gesundheit oder Infrastruktur belastet werden, ohne dass diese Kosten im Marktpreis erscheinen.

Wirkung
  • Verzerrt Wettbewerb und belohnt das Falsche
  • Schiebt Schäden in die Zukunft und an Unbeteiligte
  • Erklärt, warum scheinbar billige Lösungen teuer enden
Anreize
Ökonomie folgt dem, was belohnt wird
Warum das zählt
Einordnung

Anreize sind die unsichtbaren Weichen im System. Sie bestimmen, ob Kapital in Produktivität fliesst oder in Spekulation und Umverteilung.

Wirkung
  • Lenkt Investitionen, Arbeitsangebote und Innovation
  • Kann gute Ziele sabotieren, wenn Regeln widersprüchlich sind
  • Ist oft wirksamer als Appelle und Programme
Staatsquote und Effizienz
Nicht wie gross, sondern wie wirksam
Warum das zählt
Einordnung

Staatsquote beschreibt, wie viel über Staat und Sozialwerke läuft. Entscheidend ist, ob Leistungen zielgenau sind und Folgekosten vermeiden.

Wirkung
  • Hohe Ausgaben können klug sein, wenn sie Risiken senken
  • Schlechte Effizienz macht alles teurer und schwächt Vertrauen
  • Demografischer Druck erhöht die Bedeutung von Prioritäten

Ökonomie (griech. oikos = Haus, nomos = Regel) meint das Wirtschaften mit knappen Ressourcen.

Ökonomie ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug – ein Mittel, um Wohlstand zu schaffen, Chancen zu ermöglichen und Freiheit zu bewahren. Oder wie Milton Friedman es formulierte: „Eine Gesellschaft, die Gleichheit über Freiheit stellt, wird beides verlieren. Eine Gesellschaft, die Freiheit über Gleichheit stellt, wird ein hohes Maß an beidem erreichen.“

Eine zukunftsfähige Ökonomie beschränkt sich daher nicht auf Kennzahlen. Sie stellt Fragen: Wer trägt unser System morgen? Wer schafft Werte? Wer braucht Unterstützung? Sie denkt in Zusammenhängen – und ignoriert weder die demografische Entwicklung noch ökologische Belastungsgrenzen.

Denn: „Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren“ (Ayn Rand). Wer stabile Renten will, muss wissen, wer künftig arbeitet. Wer an Nachhaltigkeit glaubt, muss fragen, was unser heutiges Wachstum kostet. Und wer sozialen Ausgleich fordert, muss sagen, wer ihn langfristig finanziert.

Wir glauben nicht an ideologische Rezepte – weder an blinden Marktglauben noch an planwirtschaftliche Illusionen. Wir glauben an kluge Balance: zwischen Freiheit und Verantwortung, Leistung und Gerechtigkeit, Markt und Mensch. Zukunft entsteht dort, wo Ökonomie, Demografie, Ökologie und Wohlfahrt gemeinsam gedacht werden – sachlich, lösungsorientiert, generationengerecht.

Denn letztlich gilt: „Ökonomie ist das Skelett der Gesellschaft – aber sie allein bringt sie nicht zum Leben.“

4 Feinde einer gesunden ökonomie

Wachstum braucht Definition

Wachstum ohne Richtung

 Wirtschaft, die nur grösser, aber nicht besser werden will, überhitzt sich selbst. Nachhaltiger Wohlstand braucht Ziel und Qualität – nicht nur Tempo.

Schulden auf Kosten der Zukunft

Was heute bequem erscheint, wird morgen zur Last. Eine gesunde Ökonomie lebt von Verlässlichkeit – nicht von Verschiebung.

Bürokratie statt Unternehmergeist

Wenn Regeln Innovation ersticken, verlieren wir Beweglichkeit. Wirtschaft lebt vom Spielraum – nicht vom Formular.

Entkopplung von realer Wertschöpfung

Wenn Finanzmärkte sich von der Realwirtschaft lösen, entsteht eine Scheinwelt. Substanz zählt – nicht Spekulation.

Eine Wirtschaft die trägt

ruhig, klar, wertebewusst 

Vier Freunde einer starken, verantwortungsvollen Ökonomie
Massvolles Wachstum mit Ziel

Wirtschaft soll wachsen – aber in die richtige Richtung: ressourcenschonend, stabil und mit echtem Nutzen für Gesellschaft und Standort.

Solide Haushaltsführung

Wer achtsam mit dem Heute umgeht, entlastet das Morgen. Kluges Wirtschaften heisst: Spielräume bewahren, nicht verbrennen.

Unternehmergeist mit Verantwortung

Mut zur Initiative, verbunden mit Gemeinsinn – das bringt Fortschritt, ohne den Boden zu verlieren.

Wertschöpfung mit Substanz

Produzieren, was trägt – nicht, was nur kurz glänzt. Reale Leistung, echte Innovation und faire Rahmenbedingungen machen Ökonomie zukunftsfähig.