Seit 2000 sind die Krankenkassenprämien um über 200 % gestiegen — die Löhne um 45 %. Wähle dein Haushaltseinkommen und sieh, wie viel Prozent davon heute für die Grundversicherung draufgehen — und wie das 2000 noch aussah.
Anteil der Krankenkassenprämie am Bruttolohn, 2000–2026.
Die Krankenkassenprämie ist einkommensunabhängig — jede Person zahlt gleich viel, egal ob sie 40 000 oder 200 000 Franken verdient. Das macht sie zur härtesten Belastung für tiefe Einkommen: Wer 50 000 Franken verdient, zahlt 2026 fast 9 % seines Lohns für die Grundversicherung. Wer 150 000 verdient, zahlt nur 3 %.
Seit 2000 sind die Prämien dreimal schneller gestiegen als die Löhne. Die Prämienverbilligung (IPV) federt das für tiefe Einkommen teilweise ab — aber nur teilweise. Fast 30 % der Versicherten erhalten heute Verbilligungen. Das zeigt: Der Markt gleicht die Belastung nicht aus, der Staat muss es tun.
Quellen: BAG, mittlere Prämie pro Kopf 2000–2026 (Priminfo-Archiv, BAG Dashboard Krankenversicherung); BFS Nominallohnindex + Lohnstrukturerhebung LSE (Basis: Medianlohn 2024 = 7 024 Fr./Mt.). Umsetzung: ecologie suisse.