Die Schweiz wächst und altert gleichzeitig. 2025 lebten rund 9,1 Millionen Menschen im Land. Gemäss dem Referenzszenario des Bundesamts für Statistik dürfte die Bevölkerung um 2040 die Marke von zehn Millionen erreichen. Gleichzeitig kommen die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge ins Rentenalter, während die Geburtenrate seit Jahren deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau liegt.
Diese beiden Entwicklungen hängen zusammen. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung im Erwerbsalter stärker schrumpfen. Mit Zuwanderung wächst jedoch die Gesamtbevölkerung weiter. Daraus entsteht ein Spannungsfeld zwischen Arbeitsmarkt, Altersvorsorge, Infrastruktur, natürlichen Ressourcen und gesellschaftlicher Integration.
Wie stark Zuwanderung die Bevölkerungsstruktur bereits verändert hat, lässt sich besonders anschaulich an einzelnen Geburtsjahrgängen zeigen. Denn ein Geburtsjahrgang bleibt nicht so gross, wie er bei seiner Geburt war. Er kann über Jahrzehnte weiterwachsen.
Ein Jahrgang wächst nach seiner Geburt weiter
1964 kamen in der Schweiz 112’890 Kinder zur Welt. Es war der geburtenreichste Jahrgang der Schweizer Geschichte. In den folgenden Jahren veränderte sich die Zahl der in der Schweiz lebenden Angehörigen dieses Jahrgangs durch Sterbefälle, Auswanderung und Zuwanderung. Im Erwachsenenalter führte insbesondere die Zuwanderung dazu, dass die Zahl der in der Schweiz lebenden Personen dieses Jahrgangs wieder deutlich anstieg.
2015 lebten nach den zugrunde liegenden BFS-Daten 137’557 Menschen des Jahrgangs 1964 in der Schweiz. Damit lebten zu diesem Zeitpunkt rund 22 Prozent mehr Menschen dieses Jahrgangs in der Schweiz, als 1964 hier geboren worden waren.
Beim Jahrgang 1980 ist dieser Effekt noch ausgeprägter. Damals wurden in der Schweiz 73’661 Kinder geboren. Nach der dem ursprünglichen Beitrag zugrunde liegenden Projektion könnte dieser Jahrgang 2032 rund 131’849 in der Schweiz lebende Personen umfassen. Das entspräche rund 79 Prozent mehr Menschen, als 1980 in der Schweiz geboren wurden.
Diese Betrachtungsweise zeigt einen Aspekt der Zuwanderung, der in der jährlichen Wanderungsstatistik leicht übersehen wird: Migration verändert bestehende Generationen über Jahrzehnte. Die Zusammensetzung der Bevölkerung verändert sich damit nicht nur zwischen den Generationen, sondern innerhalb derselben Jahrgänge.
Die Schweiz wächst und altert trotzdem
Auf den ersten Blick erscheint es widersprüchlich: Die Bevölkerung wächst stark, gleichzeitig altert die Schweiz. Die Erklärung liegt in der Altersstruktur. Die grossen Babyboomer-Jahrgänge erreichen das Rentenalter. Gleichzeitig werden deutlich weniger Kinder geboren. Damit steigt die Zahl der Menschen im Rentenalter im Verhältnis zur Bevölkerung im Erwerbsalter.
Für die AHV ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung. Sie funktioniert im Wesentlichen nach dem Umlageverfahren: Die heute Erwerbstätigen finanzieren mit ihren Beiträgen die laufenden Renten. Zuwanderung dämpft die demografische Verschiebung, weil Zugewanderte häufig im Erwerbsalter sind. Sie arbeiten, bezahlen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und tragen zur wirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Ohne Zuwanderung würde die Erwerbsbevölkerung stärker schrumpfen.
Daraus darf allerdings nicht geschlossen werden, dass Zuwanderung das Problem der alternden Gesellschaft löst. Auch Zugewanderte werden älter und beziehen später Renten. Zuwanderung kann den demografischen Druck vermindern und zeitlich verschieben. Sie ersetzt aber keine Reform der Altersvorsorge und keine Produktivitätssteigerung.
Das führt zu einer grundlegenden Frage: Kann eine alternde Gesellschaft ihre demografischen Probleme dauerhaft durch Bevölkerungswachstum ausgleichen?
Die Wirtschaft braucht Zuwanderung
Für die Schweizer Wirtschaft ist Zuwanderung von grosser Bedeutung. Viele Branchen könnten ihren Personalbedarf ohne ausländische Arbeitskräfte kaum decken. Das gilt für hoch qualifizierte Bereiche ebenso wie für Gesundheitswesen, Pflege, Bau, Gastronomie und zahlreiche Dienstleistungen.
Zugewanderte arbeiten, gründen Unternehmen, bezahlen Steuern und tragen zur Finanzierung der Sozialversicherungen bei. Ein erheblicher Teil der Zuwanderung ist deshalb nicht einfach Folge politischer Entscheidungen, sondern Ausdruck der Nachfrage des Schweizer Arbeitsmarktes. Eine rein negative Betrachtung der Zuwanderung würde diesen Zusammenhang ausblenden.
Gleichzeitig hat Bevölkerungswachstum Konsequenzen. Mehr Menschen benötigen mehr Wohnungen, Verkehrsleistungen, Schulen, Gesundheitsversorgung, Energie und weitere Infrastruktur. Sie beanspruchen Boden und konsumieren Güter und Dienstleistungen.
Auch ökologische Effizienzgewinne müssen deshalb in der Gesamtbilanz betrachtet werden. Sinkt beispielsweise die Umweltbelastung pro Person, während gleichzeitig die Bevölkerung wächst, fällt die Entlastung in absoluten Zahlen geringer aus.
Damit treffen wirtschaftliche, demografische und ökologische Interessen unmittelbar aufeinander. Die Frage lautet deshalb nicht einfach: Zuwanderung ja oder nein? Sie lautet vielmehr: Wie viel Bevölkerungswachstum kann die Schweiz wirtschaftlich nutzen, ökologisch tragen und gesellschaftlich integrieren?
Integration funktioniert über Strukturen
Die Schweiz verfügt über etablierte Integrationsstrukturen und hat eine stark gewachsene ausländische Bevölkerung in Arbeitsmarkt, Bildung und gesellschaftliche Institutionen integriert. Eine wichtige Rolle spielen dabei ihre dezentralen Strukturen.
Integration findet nicht nur über staatliche Programme statt. Sie geschieht täglich in Unternehmen, Schulen, Gemeinden, Vereinen, Kirchen und Nachbarschaften.
Das schweizerische Ausländer- und Integrationsgesetz beschreibt Integration als Zusammenleben der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf Grundlage der Werte der Bundesverfassung sowie gegenseitiger Achtung und Toleranz. Dabei verlangt Integration beide Seiten: den entsprechenden Willen der Zugewanderten und die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung. Von längerfristig in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländern wird erwartet, dass sie sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen.
Doch damit ist eine weitere Frage noch nicht beantwortet.
Integration und Akkulturation sind nicht dasselbe
Ein Mensch kann arbeiten, Steuern bezahlen, eine Landessprache sprechen und die schweizerische Rechtsordnung respektieren. Damit ist er gesellschaftlich und wirtschaftlich integriert. Kulturelle Annäherung geht jedoch darüber hinaus.
In den Sozialwissenschaften wird dafür der Begriff Akkulturation verwendet. Der kanadische Psychologe John W. Berry unterscheidet in seinem bekannten Modell vier grundlegende Strategien: Integration, Assimilation, Separation und Marginalisierung.
Bei der Integration bleibt die eigene kulturelle Herkunft bestehen, gleichzeitig findet eine aktive Teilnahme an der Aufnahmegesellschaft statt. Assimilation bedeutet eine weitgehende Übernahme der Aufnahmekultur. Bei Separation bleibt dagegen die eigene kulturelle Identität erhalten, während der Kontakt zur Aufnahmegesellschaft gering ist.
Ein zentraler Faktor ist damit der Kontakt zur Aufnahmegesellschaft. Kulturelle Gewohnheiten, gesellschaftliche Regeln und gemeinsame Selbstverständlichkeiten können nur dort vermittelt und übernommen werden, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft tatsächlich miteinander in Berührung kommen. Akkulturation geschieht deshalb zu einem grossen Teil im Alltag.
Was geschieht, wenn der Kontakt abnimmt?
Menschen suchen verständlicherweise häufig die Nähe zu Menschen, mit denen sie Sprache, Herkunft, Religion oder kulturelle Gewohnheiten teilen. Das ist zunächst weder ungewöhnlich noch problematisch.
Anders stellt sich die Situation dar, wenn Gruppen über längere Zeit weitgehend getrennt voneinander leben und der Kontakt zur übrigen Gesellschaft immer geringer wird. Dann können soziale Räume entstehen, in denen eigene Sprachen, Normen und Bezugssysteme den Alltag stärker bestimmen als jene der Gesamtgesellschaft. Im öffentlichen Diskurs wird dafür häufig auch der Begriff «Parallelgesellschaft» verwendet.
Der Begriff verlangt Vorsicht. Ein Quartier mit einem hohen Ausländeranteil ist nicht automatisch eine Parallelgesellschaft. Ebenso wenig bedeutet eine starke kulturelle Identität mangelnde Integration. Entscheidend ist vielmehr, ob zwischen den verschiedenen Gruppen weiterhin ausreichend gesellschaftlicher Kontakt besteht.
Fehlt dieser dauerhaft, verändert sich eine zentrale Voraussetzung der Akkulturation. Parallelgesellschaften wären aus dieser Sicht weniger das Ergebnis einer bestimmten Nationalität oder Kultur als das Ergebnis zunehmender gesellschaftlicher Trennung.
Dabei spielen nicht nur individuelle Entscheidungen eine Rolle. Wohnungsmarkt, Einkommensunterschiede, Quartierstrukturen, Schulen und soziale Netzwerke beeinflussen ebenfalls, wie häufig Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt kommen.
Das Beispiel Schulhaus Auzelg
Besonders sichtbar werden Fragen der Integration in Schulen. Kinder lernen dort nicht nur Lesen, Mathematik oder eine Landessprache. Schule ist zugleich ein wichtiger gesellschaftlicher Begegnungsraum, in dem Kinder unterschiedlicher Herkunft täglich miteinander in Kontakt kommen.
Das Schulhaus Auzelg in Zürich-Schwamendingen ist dafür ein interessantes Beispiel. Anfang 2025 sprachen rund 91 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu Hause kein Deutsch. Gleichzeitig erhielt die Schule bei der kantonalen Evaluation hervorragende Bewertungen. Das zeigt zunächst etwas Wichtiges: Ein sehr hoher Anteil von Kindern, die zu Hause kein Deutsch sprechen, führt keineswegs automatisch zu schlechter Schulqualität oder misslungener Integration. Die kantonale Evaluation zeigt vielmehr, dass Integration auch unter diesen Voraussetzungen sehr gut gelingen kann, wenn Schule, Sprachförderung, gemeinsame Regeln und gesellschaftliche Begegnung funktionieren.
Für die Frage der Akkulturation stellt sich dennoch eine weiterführende Frage. Wenn sich die sprachliche und kulturelle Zusammensetzung einer Schule stark verändert, verändern sich auch die alltäglichen Kontakte zwischen den Kindern. Welche Bedeutung dies für die Weitergabe gesellschaftlicher und kultureller Selbstverständlichkeiten hat, lässt sich jedoch nicht aus einem bestimmten Prozentwert ableiten.
Eine wissenschaftlich gesicherte Grenze, ab der Integration oder Akkulturation nicht mehr funktioniert, gibt es nicht. Faktoren wie Sprachkompetenz, soziale Herkunft, Qualität der Schule, Wohnumfeld und gesellschaftliche Kontakte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Integration hängt deshalb nicht allein von Zahlen ab. Aber die zahlenmässige Zusammensetzung verändert die Bedingungen, unter denen Integration stattfindet.
Was ist eigentlich Schweizer Kultur?
Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, was überhaupt vermittelt werden soll. Eine wissenschaftlich verbindliche Liste «schweizerischer Werte» gibt es nicht. Einige Grundlagen lassen sich jedoch klar benennen.
Rechtsstaatlichkeit, direkte Demokratie und Föderalismus prägen das politische System. Das Milizprinzip verbindet staatliche und gesellschaftliche Verantwortung. Hinzu kommen historisch gewachsene Vorstellungen von Eigenverantwortung, Verlässlichkeit und Verantwortung für das Gemeinwesen. Auch die christliche Prägung gehört historisch zur Entwicklung der Schweiz, unabhängig davon, welche persönliche religiöse Überzeugung Menschen heute haben.
Diese Grundlagen sind nicht unveränderlich. Die Schweiz von heute unterscheidet sich erheblich von jener vor hundert Jahren. Zuwanderung war selbst Teil dieser Entwicklung und hat Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur mitgeprägt. Kulturelle Veränderung und kulturelle Kontinuität schliessen sich deshalb nicht aus.
Die entscheidende Frage ist vielmehr, welche gemeinsamen Grundlagen notwendig sind, damit Menschen unterschiedlicher Herkunft dauerhaft in derselben politischen und gesellschaftlichen Gemeinschaft leben können.
Die Frage nach der Grösse bleibt
Mit der Annäherung an zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wird die Bevölkerungsfrage konkreter. Wohnungen können gebaut, Verkehrsnetze erweitert und Schulen vergrössert werden. Aber nicht alles lässt sich unbegrenzt skalieren. Boden ist begrenzt. Infrastruktur kostet Geld und Raum. Natürliche Lebensgrundlagen haben Belastungsgrenzen.
Gleichzeitig benötigt eine alternde und wirtschaftlich erfolgreiche Schweiz Arbeitskräfte. Beides ist Realität. Deshalb greift es zu kurz, Bevölkerungswachstum ausschliesslich als wirtschaftliche, ökologische oder migrationspolitische Frage zu behandeln. Es ist eine Systemfrage.
Wie entwickelt sich die Altersstruktur? Wie viele Arbeitskräfte benötigt die Wirtschaft? Welche Auswirkungen hat das auf die Bevölkerungszahl? Welche Infrastruktur ist dafür notwendig? Wie verändert sich dadurch der Ressourcenverbrauch? Und unter welchen Bedingungen funktionieren Integration und Akkulturation? Diese Fragen hängen miteinander zusammen.
Die Schweiz von morgen
Die Betrachtung einzelner Jahrgänge macht eine Entwicklung sichtbar, die in jährlichen Wanderungszahlen leicht untergeht. 1964 wurden 112’890 Kinder in der Schweiz geboren. 2015 lebten 137’557 Menschen dieses Jahrgangs in der Schweiz. Ein Geburtsjahrgang ist damit keine feste demografische Grösse. Durch Zu- und Abwanderung sowie Sterbefälle verändert sich seine Grösse über Jahrzehnte.
Dasselbe gilt im grösseren Massstab für die Schweiz. Zuwanderung verändert Arbeitsmarkt und Altersstruktur, Bevölkerungszahl und Infrastruktur, Ressourcenverbrauch und gesellschaftliche Zusammensetzung. Darin liegt zunächst weder eine positive noch eine negative Wertung. Es ist eine Entwicklung, deren verschiedene Folgen gleichzeitig betrachtet werden müssen.
Eine nachhaltige Bevölkerungspolitik müsste deshalb mindestens drei Fragen beantworten: Wie viel Bevölkerungswachstum braucht die Schweizer Wirtschaft? Wie viel Wachstum vertragen Raum, Infrastruktur und natürliche Lebensgrundlagen? Und unter welchen Bedingungen bleiben Integration, Akkulturation und gesellschaftlicher Zusammenhalt auch bei einer stark veränderten Bevölkerungszusammensetzung funktionsfähig?
Die Zahlen geben darauf keine politische Antwort. Aber ohne die Zahlen lässt sich die Frage auch nicht seriös beantworten.
Wie Geburtsjahrgänge durch Migration ihre Grösse verändern
Ein Jahrgang bleibt nicht so gross, wie er zu Beginn war. Zu- und Abwanderung sowie Sterbefälle verändern seine Grösse über Jahrzehnte. Die Grafiken zeigen die tatsächlich beobachtete Entwicklung der Jahrgänge 1964 und 1980 sowie – schraffiert dargestellt – die Prognose bis ins Jahr 2070 gemäss dem Referenzszenario des Bundesamts für Statistik.
2015 · Alter 51
2032 · Alter 52
Wie sich die Bevölkerung der Schweiz verändert
Die historischen BFS-Daten zeigen nicht nur das Wachstum einzelner Geburtsjahrgänge. Sie machen auch sichtbar, welche Generationen besonders stark durch Wanderungsbewegungen gewachsen sind und wie grundlegend sich die Altersstruktur der Schweiz seit den 1960er-Jahren verändert hat.
quellenangaben
- Bundesamt für Statistik (BFS) – Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2025–2055 Aktuelle Bevölkerungsszenarien des BFS. Sie zeigen, wie sich Grösse und Altersstruktur der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz in den kommenden drei Jahrzehnten entwickeln könnten. Das Referenzszenario bildet die Grundlage für die im Beitrag verwendete Perspektive einer Schweiz mit rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern um 2040.
- BFS – Interaktive Bevölkerungsszenarien Schweiz und Kantone 2025–2055 Interaktive Darstellung der Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung. Sie ermöglicht den Vergleich des Referenz-, hohen und tiefen Szenarios sowie der künftigen Altersstruktur der Schweiz und der Kantone.
- BFS STAT-TAB – Ständige Wohnbevölkerung nach Geschlecht und Alter, 1860–2024 Zentrale Datengrundlage der im Beitrag verwendeten Kohortenanalysen und Bevölkerungsgrafiken. Durch die Verbindung von Kalenderjahr und Alter lässt sich verfolgen, wie sich einzelne Geburtsjahrgänge über Jahrzehnte verändern. Datenstand Juni 2025, Stichtag jeweils 31. Dezember.
- BFS STAT-TAB – Lebendgeburten nach Jahr Historische BFS-Reihe der Lebendgeburten. Sie dient insbesondere der Unterscheidung zwischen der Zahl der in einem Jahr erfolgten Geburten und der Zahl der Personen desselben Jahrgangs in der ständigen Wohnbevölkerung.
- Bundesamt für Statistik (BFS) – Geburten Amtliche Statistik zu Geburten, Geburtenhäufigkeit und Fertilität in der Schweiz. Grundlage für die Aussagen zur niedrigen Geburtenrate und zur langfristigen natürlichen Bevölkerungsentwicklung.
- Bundesamt für Statistik (BFS) – Alterung der Bevölkerung Grundlagen und Kennzahlen zur demografischen Alterung der Schweiz sowie zur zunehmenden Bedeutung älterer Bevölkerungsgruppen.
- Bundesamt für Statistik (BFS) – Altersstruktur der Bevölkerung Aktuelle Daten zur Altersstruktur der ständigen Wohnbevölkerung, zur Entwicklung der Altersgruppen und zum Verhältnis von jüngeren, erwerbsfähigen und älteren Menschen.
- SECO – Personenfreizügigkeit: Zuwanderung folgt der Arbeitskräftenachfrage 22. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen, 25. Juni 2026. Das SECO hält fest, dass die Zuwanderung eng mit der Nachfrage des Schweizer Arbeitsmarktes verbunden ist. Die Arbeitskräftezuwanderung war in vielen Branchen wichtig und stützte angesichts der demografischen Alterung sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die AHV.
- Staatssekretariat für Migration (SEM) – Schweizer Integrationspolitik Grundprinzipien der schweizerischen Integrationspolitik. Integration wird als gegenseitiger Prozess verstanden, an dem sowohl die einheimische als auch die ausländische Bevölkerung beteiligt sind.
- SEM – Integrationsförderung in den Regelstrukturen Erläuterungen zur Rolle von Schulen, Berufsbildungsinstitutionen, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Das SEM bezeichnet die Integrationsförderung ausdrücklich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in erster Linie durch diese Regelstrukturen wahrgenommen wird.
- SEM – Kantonale Integrationsprogramme 2024–2027 (KIP 3) Aktuelle strategische Grundlagen der spezifischen Integrationsförderung von Bund und Kantonen. Im Zentrum stehen unter anderem Zusammenarbeit mit den Regelstrukturen, Qualitätssicherung, Sprache, Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.
- Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG) – Art. 4 Gesetzliche Grundlage des im Beitrag verwendeten Integrationsbegriffs. Ziel ist das Zusammenleben der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf Grundlage der Werte der Bundesverfassung sowie gegenseitiger Achtung und Toleranz.
- Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG) – Art. 58a Gesetzliche Integrationskriterien: Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Respektierung der Werte der Bundesverfassung, Sprachkompetenzen sowie Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung.
- John W. Berry – Intercultural Relations and Acculturation in the Pacific Region Wissenschaftliche Originalarbeit von John W. Berry zum Akkulturationsmodell. Berry unterscheidet die Strategien Integration, Assimilation, Separation und Marginalisierung und untersucht die Bedeutung von kultureller Identität, Kontakt und gesellschaftlicher Teilhabe.
- Schwartz et al. – Rethinking the Concept of Acculturation Wissenschaftlicher Überblick und kritische Weiterentwicklung des Akkulturationsbegriffs. Der Beitrag erläutert Berrys zweidimensionales Modell mit Integration, Assimilation, Separation und Marginalisierung und diskutiert dessen empirische Anwendung und Grenzen.
- John W. Berry – Acculturation and Identity Wissenschaftlicher Hintergrund zum Prozess kultureller und psychologischer Veränderung infolge dauerhaften interkulturellen Kontakts sowie zu kultureller Identität und unterschiedlichen Akkulturationsstrategien.
- Stadt Zürich – Schule Auzelg: Externer Evaluationsbericht 2024 Offizielle Seite der Schule Auzelg mit dem Evaluationsbericht der externen Fachstelle für Schulbeurteilung. Primärquelle für die im Beitrag erwähnte positive Beurteilung der Schulqualität.
- Tages-Anzeiger – Schule Auzelg in Zürich-Schwamendingen Bericht vom Januar 2025 zur Schule Auzelg. Der Beitrag beschreibt die besondere sprachliche Zusammensetzung der Schülerschaft und ordnet die sehr guten Ergebnisse der externen Schulevaluation journalistisch ein.



